50 Gründe die FPÖ nicht zu wählen: Wohl einige der wichtigsten, aber bei weitem ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Schließlich produziert die FPÖ jeden Tag neue.
1. Die FPÖ ist eine rechtsextreme Partei. Die FPÖ ist ideologisch (Volksgemeinschaftsansatz, Rassismus, Demokratiefeindlichkeit) und von ihrer Struktur (Hierarchie, Männerbund, faschistoid) her eine rechtsextreme Partei.
2. Die FPÖ ist eine antifeministische Partei. Strukturell männerbündlerisch und politisch inhaltliche ebenfalls männerbündlerisch: Von Gender Mainstreaming (die FP spricht von Wahn), über Väterrechte (die FP setzt sich einseitig für Väterrechte ein) bis hin zum Frauenecht auf Abtreibung (die FP relativiert es wo sie nur kann) durch und durch antifeministisch und frauenfeindlich.
3. Die HC-Comics, die eine schwere Beileidigung für die ganze Comic Zunft sind. Die HC-Comics sind nicht nur grottenschlecht und strotzdumm, sie ergehen sich auch in rassistischen und antisemitischen Anspielungen. Dass eine Ausgabe dieses “Schnarchpfades” ((c) Nicolas Mahler), der an JungwählerInnen verschickt wurde, aus Geldern der von der FP benannten Bildungsinistitution (FBI) bezahlt wurde, sorgte für einige Kritik – Die Gelder müssten eigentlich für Bildungsarbeit eingesetzt werden.
4. Die FPÖ ist die Partei der schlagenden Burschenschafter. Die Burschenschaften – und unter diesen vor allem die deutschnationalen – sind die Personalreserve der FPÖ. Jenseitige Männerbünde also, die sich alle paar Wochen mal die Backen aufritzen, wenn sie sich duellieren, dazu neigen den Nationalsozialismus zu verherlichen und von Großdeutschland träumen.
5. Heinz-Christian Strache in der Disko – was kann die Disko dafür? Die „Disko-Besuche“ des FPÖ Parteichefs, wurden öffentlich viel bemüht, viel öfter nämlich als er tatsächlich in der Disko war. Dabei macht sich keiner Sorgen um die DiskobesucherInnen, die in ihrer Freizeit von diesem braunn Narren heimgesucht werden.
6. Die FPÖ-Basis setzt sich aus Personen zusammen, die von Politik keine Ahnung haben. Wer es nicht glaubt soll es selbst überprüfen und in eine Sitzung des nächstgelegenen Bezirks- oder Gemeinderats gehen. Strohdumm, bringen keinen graden Satz heraus und ausländerfeindlich sind sie, das ist das Holz aus dem (nicht nur) FPÖ LokalpolitikerInnen gemacht sind.
7. An der „sozialen Heimatpartei“ ist viel national aber nichts sozial. Konzepte der FPÖ für Armutssicherung oder Arbeitsmarkt fehlen völlig. Der nationalistische Ansatz – „Sozialleistungen nur für InländerInnen“ ist alles was von den Freiheitlichen zu dieser Frage kommt. Umverteilung? Kommt nicht in Frage, da würde die FPÖ schließlich ihre Financiers verärgern.
8. Der „HC-Rap“ ist ein weiteres Verbrechen an der Kunstform Rap. Der „HC-Rap“ hat neben vielen rassistischen Passagen einfach einen hohen Peinlichkeitsfaktor. Was können Rap-MusikerInnen dafür, dass sie nun mit Heinz-Christian Strache in ein Genrefach gesteckt werden?
9. Wien darf nicht Kärnten/Koroska werden – einmal Hypo-Desaster ist mehr als genug. Die Wiedervereinigung der FPÖ mit der FPK hat gezeigt wie ernst es der FPÖ mit Kontrolle wirklich ist. Überhaupt nicht, wenn es um sie selbst geht. Da ist auf einmal völlig egal was die orange-blaue Truppe in Kärnten/Koroska gerade wieder einmal anstellt.
10. Die FPÖ hat keine Ahnung von und keinen Sinn für gerechte Verteilungspolitik. FPÖ-Obmann Strache hat nicht zuletzt im Parlament unter Beweis gestellt, dass er von Verteilungspolitik bzw. den dazugehörigen Grundrechnungsarten nichts versteht. Die großartige Rede von Van der Bellen zum Thema sei in Erinnerung gerufen.
11. Die FPÖ ist eine durch und durch homophobe Partei. Ich erinnere nur an die unsägliche Kampagne des Rings freiheitlicher Jugendlicher (RFJ) gegen die Homoehe (“Für http://www.youtube.com/watch?v=ZVOOa7GXICwdie Ärmsten der Armen, statt für die Wärmsten der Warmen”), die Hetze der FPÖ gegen Homosexuelle im Zuge des Parlamentsbeschlusses zur eingetragenen PartnerInnenschaft oder an den jüngsten Verbaldurchfall von FPÖ-Nationalrat Werner Königshofer, der den grünen Landtagsabgeordneten Gebi Mair als “Landtagsschwuchtel” bezeichnet hat.
12. Die FPÖ ist die Partei der Waffennarren. FPÖ-Obmann Strache fordert schon einmal eine generelle Liberalisierung des Waffengesetzes (näheres dazu in einem älteren Blogbeitrag von mir) und FPÖ Generalsekretär Vilimsky hat einen Narren an Elektroschockern gefressen. Schön, dass uns Vilimsky an seinem Masochismus teilhaben lässt, die Mission Anderen auch die Vorzüge von Elektroschocks nahezubringen bleibt zutiefst jenseitig.
13. Die Vorgängerorganisation der FPÖ, der VdU, wurde als Auffangbecken für ehemalige NationalsozialistInnen gegründet. Wahlniederlagen und interne Konflikte führten schließlich zur Auflösung des VdU und zur Gründung der FPÖ. Die Auffangbeckenkontinuität zeigt sich schon allein am ersten Obmann der FPÖ Anton Reinthaller, der SS-Bridardeführer war und von 1950-53 wegen „nationalsozialistischer Betätigung“ als Schwerstbelasteter inhaftiert war. Und wer will schon ein Auffangbecken wählen?
14. Die FPÖ ist die Partei der Angsthasen. Die FPÖ sammelt Phobien wie andere Briefmarken – frau/mann könnte von einer Panophobie sprechen: Allodoxaphobie, Androphobie, Anglophobie, Anthropophobie, Counterphobie, Cyclophobie, Dikephobie, ein bisserl Eleutherophobie, Ephebiphobie, auf jeden Fall Epistemophobie bzw. auch Gnosiophobie, womöglich Erotophobie, natürlich Frankophobie, unglaublich intensive Gynophobie, sicher auch Hippopotomonstrosesquippedaliophobie, eine tiefliegende Homophobie, Japanophobie, Judeophobie, leider auch Metrophobie, nicht weg zu bringende Mnemophobie, nebenbei noch Philosophobie, eines alles umfassende Phronemophobie, Prosophobie und Psychophobie, Russophobie, etwas Siderodromophobie, noch dazu Sinophobie, jedenfalls auch Tropophobie um nur einige zu nennen. Über allem steht die Xenophobie, fehlen tut der FPÖ dafür gänzlich die Germanophobie bzw. Teutophobie. Angst ist keine gute Ratgeberin, es ist also davon abzuraten die Angstpartei zu wählen – alles klar?
15. Die FPÖ ist eine Männerpartei durch und durch. Hier nur einige Zahlen: Parlamentsklub: 6 Frauen, 28 Männer; Rathausklub Wien: 2 Frauen, 11 Männer; Landtagsklub NÖ: 0 Frauen, 6 Männer; Landtagsklub OÖ: 3 Frauen, 6 Männer; Landtagsklub Salzburg: 1 Frau, 4 Männer; Landtagsklub Tirol: 0 Frauen, 4 Männer, Landtagsklub Vorarlberg: 2 Frauen, 8 Männer – ausgewogen ist das Verhältnis nur im burgenländischen Landtagsklub.
16. Die FPÖ fordert die Abschaffung des Verbotsgesetzes. Immer wieder haben führende FPÖ FunktionärInnen die Abschaffung des Verbotsgesetzes, das u. a. nationalsozialistische Wiederbetätigung unter Strafe stellt, gefordert. Das zeigt nur zu gut wessen Geistes Kinder diese FunktionärInnen sind und wie gefährlich ihr Gedankengut ist.
17. FPÖ FunktionärInnen verunglimpfen Wehrmachtsdeserteure immer wieder als „Mörder“. FPÖ-Obmann Strache etwa behauptete in einem Interview (APA/13.09.09), Wehrmachtsdeserteure wären „oftmals auch Mörder gewesen“. Die Studie „Opfer der NS-Militärjustiz“ aus 2003 kommt bei 1300 untersuchten Fällen zum Ergebnis, dass nur fünfmal Gewalt im Spiel war. Strache behauptet, dass „über 15 bis 20 Prozent“ der Deserteure „Kameraden“ erschossen hätten, ohne sagen zu können woher er die Zahlen hat.
18. Karl Schwab kann in der FPÖ Landtagsabgeordneter werden. In Ordnung – Karl Schwab hat selbst mich ordentlich amüsiert. Aber mal ehrlich, wer kann eine Partei wählen, die so jemanden auf ihrer Landesliste soweit vorne führt, dass er Landtagsabgeordneter wird? http://www.youtube.com/watch?v=ZVOOa7GXICw
19. Susanne Winter ist zur Belohnung für ihre unglaublich rasstischen Ausfälle Nationalratsabgeordnete geworden. Im Grazer Gemeinderatswahlkampf hat sich die FPÖ-Politikerin durch Rassismus pur hervorgetan. Zur Erinnerung – in einer Ansprache hat sie Aussagen getätigt wie Mohammed habe den Koran in „epileptischen Anfällen geschrieben“ und wäre, „weil er ein sechsjähriges Mädchen geheiratet hat, im heutigen System ein Kinderschänder“. Zur Belohnung für diese Hetze darf sie gerade im Nationalrat sitzen.
20. Johann Gudenus, “Mr. Kondomsteuer” früher Rechtsausleger des RFJ ist jetzt Wiener Landtags- und Gemeinderatsabgeordneter. Im Gefolge der “Kinder statt Party machen” – Diskussion, die von Ex-Bildungsministerin Gehrer ausgelöst wurde, erlangte der damalige Obmann des Rings freiheitlicher Jugend mit der Forderung nach einer “Kondomsteuer” zweifelhafte Bekanntheit. Seither forderte er die Abschaffung des Verbotsgesetzes, laberte von “Umvolkung” und hetzt gegen Homosexuelle.
21. Der Deutschnationale Andreas Mölzer vernetzt die extreme Rechte im EU-Parlament. Mölzer – Selbstbezeichnung “nationalliberaler Kulturdeutscher” – ist Mitglied der schlagenden Burschenschaft Vandalia. Er versucht seit Jahren mehr oder weniger erfolgreich rechtsextreme Parteien im Europaparlament zu vernetzen. Er ist Chefredakteur und Mitherausgeber der deutschnationalen Zeitschrift “Zur Zeit”. Mölzer hat sich der Stimme enthalten, als das Europaparlament eine Entschließung zum Gedenken an den Holocaust sowie zu Antisemitismus und Rassismus anlässlich des 60. Jahrestages der Befreiung des Todelagers Auschwitz-Birkenau verabschiedete.
22. Die “Gender-Expertin” Barbara Rosenkranz diletiert in NÖ als Landesrätin. Die stramme Rechte Rosenkranz (ihre Verbundenheit zum deutschnationalen Lager ist so groß, dass sie als eine von zwei Abgeordneten nicht den Weg in Haiders BZÖ fand, welches damals vorgab sich von ebendiesem distanzieren zu wollen) hat es sich neben der Organisation von Sonnwendfeiern bei denen sich die rechtsextreme Szene trifft zur Aufgabe gemacht, die kruden Theorien und Ängste der FPÖ vor geschlechtergerechter Politik in Buchform zu pressen. Vielsagender Titel der Papierverschwendung: “MenschInnen: Gender Mainstreaming – Auf dem Weg zum geschlechtslosen Menschen”.
23. Alois Nußbaumer kampagnisiert im Landwirtschaftskammer Wahlkampf in Salzburg völlig jenseitig. Nußbaumer, Obmann der Freiheitlichen Bauernschaft und Spitzenkandidat für die Landwirtschaftskammerwahl in Salzburg lässt sich in Salzburg aktuell auf Plakaten mit der völlig jenseitigen Aufschrift “reinrassig & echt” abbilden.
24. Gregor Amhof, Obmann der FP-Alsergrund, ein Revisionist wie er im Buche steht. In einem Interview mit der BZ-Alsergrund fällt es Amhof “schwer, im Frühling 1945 von der Befreiung Wiens zu sprechen”. Ebenfalls in der BZ-Alsergrund setzt er die Kriegstoten einschließlich der “380.000 Soldaten” mit den NS-Opfern gleich. Die NS-Opfer, die Amhof mit 80.000 angibt, seien auch nicht ermordet worden, sondern “kamen in der Kriegszeit als Lager- oder Justizopfer um.” Quelle: www.kellernazisinderfpoe.at
25. Die FPÖ will eine “Sprachpolizei” einführen. Zum “Schutz der deutschen Sprache” muss, geht es nach der FPÖ, eine Sprachpolizei her, die Jagd macht auf so widerliche Begriffe wie “Homepage” oder “Email”. Wer mehr dazu wissen will lese meinen Blogbeitrag zur Sprachpolizei.
27. Die FPÖ ist die Partei der Freunderlwirtschaft. Es ist ein Treppenwitz, dass ausgerechnet die FPÖ immer wieder die als “Freunderlwirtschaft” verniedlichte Korruption im Lande anprangert. Es sind nicht nur viele FPÖler in Burschenschaften verankert – u. a. eine Lobbying- und Protektionsmaschinerie für die Erlangung eines Studienabschlusses, genauso wie die Vermittlung an die eine oder andere einschlägige Rechtsanwaltskanzlei, … Wo die FPÖ kann bringt sie “ihre” Burschenschafter und sonstigen Angehörigen unter. Wie intesiv die FPÖ “Freunderlwirtschaft” betreibt, wenn sie die Möglichkeit dazu hat, zeigen ihre diesbezüglichen Aktivitäten in ihrer Regierungszeit.
26. Mitglieder der rechtsextrem Burschenschaft Olympia spielen zentrale Rollen in der FPÖ. Der Wiener Korporationsring dessen Ball am 29. 01. in der Hofburg stattfindet ist der Dachverband für 20 schlagende, völkisch-deutschnationale Burschenschaften. Eine dieser Verbindungen ist die Olympia. Als diese 1996 den Vorsitz der “Deutschen Burschenschaften” übernahm traten einige “gemäßigte” Verbindungen aus, u. a. weil die Olympia gefordert habe, „Österreich und Teile Polens in die Wiedervereinigung Deutschlands miteinzubeziehen.“ Die Burschenschaft Olympia besetzt mit Martin Graf den Dritten Nationalratspräsidenten und auch sonst finden sich einige Olympia-Mitglieder in den Reihen der FPÖ Nationalratsabgeordneten. Mehr zur Olympia.
27. Die FPÖ ist die Partei der Freunderlwirtschaft. Es ist ein Treppenwitz, dass ausgerechnet die FPÖ immer wieder die als “Freunderlwirtschaft” verniedlichte Korruption im Lande anprangert. Es sind nicht nur viele FPÖler in Burschenschaften verankert – u. a. eine Lobbying- und Protektionsmaschinerie für die Erlangung eines Studienabschlusses, genauso wie die Vermittlung an die eine oder andere einschlägige Rechtsanwaltskanzlei, … Wo die FPÖ kann bringt sie “ihre” Burschenschafter und sonstigen Angehörigen unter. Wie intesiv die FPÖ “Freunderlwirtschaft” betreibt, wenn sie die Möglichkeit dazu hat, zeigen ihre diesbezüglichen Aktivitäten in ihrer Regierungszeit.
28. Die FPÖ stellt die Zugehörigkeit Südtirols zu Italien in Frage. Die FPÖ führte Südtirol lange Zeit als Bundesland auf ihrer Website. Mittlerweile musste die Heimatseitendeutschtümelei dem strategischen Auftritt weichen. Um die großdeutsch denkende Kundschaft der FPÖ bei der Stange zu halten gibt es ja sowieso einen Dritten Nationalratspräsidenten aus der Burschenschaft Olympia, der “ein Tirol” will und für eine Volksabstimmung unter der Südtiroler Bevölkerung über den Verbleib im Staate Italien verlangt. Ganz nach dem Motto: Großdeutsche Ideologien kann frau/mann auch im Kleinen ausleben.
29. Der WKR-Ball auf dem sich hochrangige FPÖlerInnen mit ihren deutschnationalen FreundInnen abfeiern. Der WKR-Ball ist eines der wichtigsten Events der deutschnationalen und rechtsextremen Szene in Österreich. Neben den Burschenschaftern aus dem Wiener Korporationsring findet sich bei diesem Ball auch immer wieder viel FPÖ-Prominenz ein, nicht nur, aber auch weil diese in ebendiesen Burschenschaften “beheimatet” ist. Mehr dazu hier: nowkr.wordpress.com
30. Die regelmäßgen antisemitischen Ausfälle von FPÖ-PolitikerInnen. Erinnert sei u. a. an die Aussagen des FPÖ-Spitzenkandidaten für die Vorarlberger Landtagswahl, Dietmar Ecker, der den Direktor des Jüdischen Museums in Hohenems, Hanno Loewy, als “Exil- Juden aus Amerika in seinem hochsubventionierten Museum” bezeichnete oder an die Aschmermittwocherede des damaligen FPÖ-Obmanns Jörg Haider, der den Präsidenten der Israelitischen Kultusgemeinde Ariel Muzicant beschimpfte indem er sagte er könne nicht verstehen wie jemand der Ariel heiße “so viel Dreck am Stecken haben kann”. Die FPÖ bedient sich bewusst antisemitischer Stereotype und Denkmuster so zum Beispiel auch im Wahlkampf zum Europaparlament 2009, indem die FPÖ Inserate gegen den EU-Beitritt von Israel schaltete, der im Übrigen gar nicht zur Diskussion stand.
31. Die FPÖ ist die Partei der durchdrehenden PressesprecherInnen. Ich erinnere hier an ein besonderes OTS-Schmankerl aus dem Hause FPÖ. FP-Pressesprecher Grünsteidl spricht darin in einem lichten Moment von “intellektueller Fragwürdigkeit” der FPÖ und bezeichnet sich selbst als “rücktrittsreif, spätestens seit heute”. Die in zweierlei Hinsicht späte Einsicht war kurz anhaltend. Gründsteidl ist immer noch FP-Pressessprecher. Hier die OTS zum Nachlesen.
32. Die dummdreiste “drei Bier Ausrede” von FP-Obmann Strache. Nachdem ein Foto von FPÖ-Obmann Heinz Christian Strache auftauchte, das ihn mit drei von der Hand gestreckten Fingern – im Neonazi-Umfeld eine Abwandlung des “Hitler Grußes” – der sogenannte Kühnengruß – zeigte, erblödete sich Strache zu argumentieren, er hätte nur “drei Bier bestellt”.
33. Wenn die FPÖ regiert betreibt sie Sozialabbau. Schwarzblau war nicht nur ein absoluter Tabubruch durch die ÖVP, sondern auch der Beweis dafür, dass FPÖ Sozialpolitik Sozialabbau bedeutet. Während die Arbeitslosenzahlen beständig stiegen, hatte Schwarzblau nichts besseres zu tun als dem Nulldefizitfetischismus zu frönen. Unter der Ägide von FPÖ SozialministerInnen (derer brauchte es zwei: Sickl, Haupt) wurde außerdem eine extrem unsoziale Pensionsreform durchgezogen oder die Beiträge zur Krankenversicherung erhöht.
34. Die FPÖ steht für die Privatisierung von öffentlichem Eigentum. Die FPÖ hat in ihrer Regierungszeit etliche Privatisierungen mitzuverantworten (VA-Technologie, voestalpine, Böhler Uddeholm, …). Diese waren nicht nur schlecht ausgeführt (die ÖIAG hat durch dilettantisch vorbereitete Privatisierungen enormen volkswirtschaftlichen Schaden verursacht). Die FPÖ hat insgesamt zu verantworten, dass der Staat wesentliche volkswirtschaftliche Steuerungsinstrumente aus der Hand gegeben hat um zu schnellem Geld zu kommen. Die wirtschaftsliberale Positionierung der FPÖ hat einen Nachtwächterstaat zum Ziel, der Umgang mit öffentlichen Eigentum ist ein Element dieser unsolidarischen, neoliberalen Haltung.
35. Die FPÖ hat das direkte Wahlrecht zur Bundes-ÖH mitzerstört um dem RFS den Einzug zu sichern. Eine der vielen demokratiepolitisch bedenklichen Taten der schwarzblauen Regierung war die Abschaffung des direkten Wahlrechts zur Bundesvertretung der Österreichischen HochschülerInnenschaft. Seitdem werden die Mandate nach einem Schlüssel auf die einzelnen Universitäten verteilt, bei dem von “one person – one vote” keine Rede mehr sein kann. Gleichzeitig hat die FPÖ dem Ring freiheitlicher Studenten (RFS) mittels einer Lex-RFS (Sammelmandat für Kleinstfraktionen), den Einzug in die ÖH-Bundesvertretung gesichert.
36. Der Rechtsextremismusbericht des BMI wurde 2001 auf Drängen der FPÖ eingestellt. Es muss der FPÖ ein besonderes Anliegen gewesen sein den Teil Rechtsextremismus aus dem Verfassungsschutzbericht des Innenministeriums zu streichen. Bereits 2001 hat sich die FPÖ mit diesem Ansinnen durchgesetzt. Ein klares Zeichen an die rechtsextreme Szene: Wir sind für euch da! Eigentlich müsste die FPÖ längst selbst in diesem Rechtsextremismusbericht vorkommen.
37. Eine der größten innenpolitischen Zumutungen der letzten Jahrzehnte wurde von der FPÖ erfunden: Karl Heinz Grasser. Dass Grasser später von der ÖVP adoptiert wurde darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass es die FPÖ war, die diese Skandalnudel mit High-Society-Affinität 1. in die Landespolitik zu Kärnten/Koroska 2. in die Bundespolitik gebracht hat.
38. Die FPÖ hat den Ruf von “Knittelfeld” nachhaltig zerstört. Die Delegiertenkonferenz von Knittelfeld hätte eigentlich Anlass zur Freude geben können, scheiterte dort doch Schwarz-Blau I aufgrund interner FPÖ Scharmützel. Doch auf Schwarz-Blau I folgte bekanntlich Schwarz-Blau II. Eine Leidtragende wird dabei allzuoft unterschlagen: Wer außer der FPÖ ist dazu in der Lage den Namen einer Stadt so nachhaltig mit braunem Dreck zu besudeln? Immer wieder fragt frau/mann sich: Was kann eigentlich die Stadt Knittelfeld dafür?
39. Die FPÖ ist eine one-man-show, eine rechtsextrem schlechte noch dazu. Die FPÖ hat ganz offensichtlich ein Personalproblem: Mit dem gleichen Kandiaten zu Nationalratswahlen, Landtagswahlen und nun offensichtlich auch Präsidentschaftswahlen anzutreten ist nicht nur peinlich, es ist auch eine veritable Verarschung der WählerInnen: Der rechtsextreme Rassistverstrahlt mit seinen blauverglasten Augen jeden Wahlkampf, der in diesem Land stattfindet, obwohl er tatsächlich meist nicht zur Wahl steht.
40. Die FPÖ fordert die monatelange Ausbeutung von Lehrlingen. Dass die FPÖ rein gar nichts für die Probleme und Sorgen Jugendlicher übrig hat, geschweige denn etwas davon versteht, zeigt die jüngste Wortmeldung von Walter Fischer, seines Zeichens Obmann des NÖ-Rings Freiheitlicher Wirtschaftstreibender. Neben wüsten Verunglimpfungen gebenüber Lehrlingen, fordert dieser, dass Lehrlinge monatelang ausgebeutet werden dürfen. Mehr dazu auf www.politwatch.at.
41. Die FPÖ will kinderlose Menschen diskriminieren. FPÖ-Chef Strache fordert, dass Kinderlose bei Arbeitsplätzen gegenüber Eltern benachteiligt werden sollen. Die FPÖ will also die Gesellschaft spalten zwischen Menschen die Kinder haben und jenen, die gewollt oder ungewollt kinderlos sind. Das Hochhalten der Elternschaft durch die FPÖ passt in ihr ewiggestriges Familienbild, fehlt nur noch, dass Strache die Verleihung des Mutterkreuzes fordert.
42. FPÖ-Politiker Mayrhofer sieht gegen Muslime in Europa nur die “Gewaltoption”. Mayrhofer, FPÖ-Lokalpolitiker in Bludenz empfindet es als Auszeichung, wenn er von Muslimen als “Nazi” bezeichnet wird. Seine Begründung: “Dann wissen sie wenigstens, zu was man noch fähig sein wird und auch fähig sein muss. Es gibt europaweit nur mehr die Gewaltoption.”
43. Die FPÖ ist die Partei der Schmissträger. Schlagende Burschenschaften sind das Rekrutierungsfeld Nr. 1 für FPÖ Nachwuchs. Wesentliches optisches Zeichen dieser Spezies: Narben an den Backen, entstanden aus Verletzungen, die von der Mensur stammen und die als besondere Auszeichnung gelten. Die Körperverletzungen, die sich die rechtsextremen Recken beim Fechten regelmäßig zufügen, gelangen nicht zur Anzeige. Denn ein ÄrztInnennetzwerk deckt die absurde Praxis. Es bleibt mir nur mehr zu sagen: Mensur ist Menstruationsneid!
44. RepräsentantInnen des RFJ-OÖ unterhalten enge Verbindungen zum neonazistischen BFJ. In Teilen Oberösterreichs kann frau/mann nahezu von einer personellen Identität von “Bund freier Jugend” (BFJ) und “Ring freiheitlicher Jugend” (RFJ) ausgehen. Auch in anderen Bundesländern bestehen solche personelle Identitäten. Mehr dazu hier: www.gedenkdienst.at.
45. Armin Sippel, Klubobann der FPÖ Graz, hetzt gegen Homosexuelle. So faselt Sippel u. a. davon, dass “unsere Jugend” von “übergreifenden Normalisierungstendenzen gleichgeschlechtlicher Partnerschaften” verschont werden müssten, weil diese “zur Fortentwicklung unserer Gesellschaft und unseres Volkes keinen Beitrag leisten” würden. Da bleibt nur zu sagen: Herr Sippel, verschonen Sie uns mit ihren homophoben und faschistoiden Beiträgen!
46. Mr. Hump-Dump Hilmar Kabas ist Ehrenvorsitzender der FPÖ. Kabas ist nicht nur bekannt für die Fettnäpfchen in welche er immmer wieder tappt: Einen Bordellbesuch versuchte er als “Sicherheits-Check” und “Lokalaugenschein” zu verschleiern. Nachdem er Bundespräsident Klestil als “Lump” beschimpft hatte, versuchte er das “Missverständnis” wie folgt aufzuklären: Er habe “Hump” oder “Dump” gesagt, sicher aber nicht Lump. Anlass war übrigens, dass Klestil, die Angelobung von Kabas als Verteidigungsminister verweigerte, Hintergrund war der extrem rassistische Wahlkampf, den Kabas als Spitzenkandidat der Wiener FPÖ geführt hatte. Das schönste an Kabas ist aber immer noch seine Tortung. Zum Video
47. Peter Fichtenbauer ist FP-Abgeordneter und Grabpfleger. Beim jährlichen “Totengedenken” am Zentralfriedhof beim ehemaligen “Ehrengrab” des Walter Nowotny (NS-Fliegerheld) geben sich jährlich Rechtsextreme, Neonazis und FPÖ-PolitikerInnen ein Stell dich ein. Immer mit dabei: Peter Fichtenbauer,stellvertretender Obmann des „Vereins zur Pflege des Grabes Walter Nowotny”.
48. Manfred Haimbuchner, der Straflager für “ausländische” gewalttätige Jugendliche will. Haimbuchner ist Mitglied der Burschenschaft Corps Alemannia und seit dem Herbst Landesrat der FPÖ in OÖ. Angetreten ist er mit nationalen Sprüchen wie “Heimatland in eigener Hand”. Besonders absurd in seinem Wahlkampf: Der Versuch bestimmte Kampagnenelemente bei Obama abzukupfern (mehr dazu hier).
49. Karlheinz Klement – antisemitisch, frauenfeindlich – ein langjähriger FPÖ Politiker eben. Klement wurde wegen antisemtischer Ausfälle zu fünf Monaten bedingter Haft verurteilt. Klement gibt antisemitische Ausfälle von sich wie: Das jüdische Volk habe aus dem Holocaust nichts gelernt und brauche eine zweite Lektion. Klement wurde bisher dreimal aus der FPÖ ausgeschlossen und bisher erst zweimal wieder aufgenommen.
50. John Gudenus, ehemaliger FPÖ Abgeordneter und Paraderevisionist der Blauen. Gudenus wurde zu einem Jahr bedingter Freiheitsstrafe verurteilt – wegen Wiederbetätigung. Gudenus sorgte immer wieder für Aufregung: Er wollte das NS-Verbotsgesetz abschaffen, sprach sich gegen die Errichtung einer Gedenkstätte im ehemaligen KZ-Mauthausen aus, er bezeichnte Entschädigungszahlungen an NS-Opfer als „Schutzgeld“. Zurücktreten musste Gudenus zwei Mal weil er direkt oder indirekt die Existenz von Gaskammern im Dritten Reich in Frage stellt.
51. Ernest Windholz, der die SS-Parole “Unsere Ehre heißt Treue!” verbreitete. Auf einem Parteitag der FPÖ-NÖ fiel dem langjährigen FPÖ Poltiker zur Ehrung von FPÖ-Mitgliedern nichts Besseres ein als die SS-Parole “Unsere Ehre heißt Treue!” Die dummdreiste Ausrede von Windholz: Er kenne die Parole in diesem Zusammenhang nicht.
Mir ist bewusst, dass es viel mehr als 50 Gründe dafür gibt diese Partei nicht zu wählen. Mir ist auch bewusst, dass ich auf meinem Blog nicht die Menschen anspreche, die FPÖ wählen. Aber ich kann auf meinem Blog Menschen ansprechen, die dafür kämpfen wollen, dass die FPÖ in diesem Land nichts zu sagen hat. Und ich kann gemeinsam mit diesen Menschen Argumente sammeln. Diese Argumente werden auch keine unbekannten sein, aber sie werden zusammengeschaut ein Bild geben, dass unsere Argumentationskraft stärkt.
Noch ein Grund:
HC Strache will freien Waffenzugang für jeden (freien) Österreicher.
Wenn ich mir die Herren Strache und Vilymsky vorstelle, wie sie bewaffnet durch Wien rennen muss man sich auch als Waffengegner was einfallen lassen.
Vilymski ist der welcher sich vor ORF Kameras teasern ließ ;)
Im EU Wahlkampf verteilte Strache Waffenputztücher.
[...] Klubobmanns der Favoritner Grünen auf die SPÖ und FPÖ auswirken wird. Von den angekündigten „283 Gründen, nicht die FPÖ zu wählen“ hat er immerhin 50 [...]
Mich persönlich interessieren 50 Gründe, die FPÖ zu wählen. Schließlich ist die FPÖ auf dem Vormarsch und es wäre wichtig herauszufinden, warum diese Drottln gewählt werden. Das ergäbe eventuell eine bessere Positionsbestimmung und Handlungsanleitung für einen Grün-Mandatar.
@Helga Steiner: Ich glaube, dass ich gerade mit einem meiner jüngsten Artikel auf bestimmte Rahmenbedingungen des Erfolgs der FPÖ in der österreichischen Gesellschaft hinweise: http://georgprack.wordpress.com/2012/02/02/einen-klaren-trennstrich-ziehen/