Voggenhuber/Es gibt keinen Gott!/WKR Ball

Solidarity is a weapon (1)! Zur grünen causa prima der vergangenen Woche: Die „Solidaritätskandidatur“ von Johannes Voggenhuber, wurde vom Erweiterten Bundesvorstand mehrheitlich nicht als solche gesehen. Mal von der konkreten Frage abgesehen, die ich hier ja schon ausführlich behandelt habe, begrüße ich die Entscheidung: Es werden bei den Grünen endlich Personalstrukturen, die teilweise mehr als zwei Jahrzehnte unhinterfragt blieben, Veränderungen unterworfen. Da wundert es mich überhaupt nicht, dass sich diejenigen am meisten über diese Entscheidung aufregen (z. B. Pilz, Chorherr, Voggenhuber), die selber jahrelang von der Kritiklosigkeit an den grünen Personalstrukturen profitiert haben. Im „System Van der Bellen“ haben sich ihre Positionen gegenseitig stabilisiert. Jetzt weht ein neuer Wind und das ist gut so: Denn die Grünen sollen nicht zur HonoratiorInnenpartei verkommen, sie müssen ein lebendiges und dynamisches Projekt bleiben, in dem auch die GründerInnengeneration eine wichtige Rolle einnehmen kann.

There is probably no god – now stop worrying and enjoy your life! Eine am Dienstag bekannt gewordene Studie (Titel:  „Der Islamische Religionsunterricht zwischen Integration und Parallelgesellschaft“) hat diese Woche für Aufregung gesorgt. 21,9% der befragten islamischen ReligionslehrerInnen gaben an, dass sie Demokratie ablehnen, weil diese sich nicht mit dem Islam vereinbaren lasse. Erneut ein Beispiel, dass Religionsgemeinschaften die Trennung von Staat und Religion nicht ernst nehmen. Deshalb meine ich: Religion hat in den Bildungseinrichtungen nichts verloren. Das zeigen auch die Einladungen an radikale AbtreibungsgegnerInnen in Schulen, die diversen katholischen ReligionslehrerInnen von LandesschulrätInnen verboten werden mussten. Um hier etwas zu verändern müssen das Konkordat mit der katholischen Kirche und die daran anknüpfenden Vereinbarungen mit anderen Religionsgemeinschaften endlich in Frage gestellt werden. Der erzkonservative Backlash, den Papst Benedikt XVI gerade einleitet, bietet einen guten Anlass dafür. Wenn in OÖ ein Mann zum Weihbischof ernannt wird, der gefährlichen Blödsinn dahinredet wie, dass Naturkatastrophen Folgen geistiger Umweltverschmutzung wie Homosexualität seien, wenn die Exkommunikation eines Bischofs der Pius-Brunderschaft, der den Holocaust leugnet, vom Papst aufgehoben wird, dann muss frau/mann einmal mehr einfordern, dass diese Wahnsinnigen nicht auf Kinder losgelassen werden. Überhaupt gehört es verboten, dass Minderjährige von ihren Eltern einfach einer Religionsgemeinschaft zugeordnet werden können. Frau/Mann wird ja auch nicht im Kindesalter einer Partei „zwangsbeigetreten“.

Solidarity is a weapon (2)! Nach der Demonstration gegen den WKR-Ball gab es neun Verhaftungen. Während acht Personen schon wieder frei sind sitzt ein Mensch jetzt in U-Haft. Erneut wird versucht antifaschistische Arbeit zu kriminalisieren. Die österreichische Nachkriegspolitik hat Antifaschismus, der den Finger in Wunden legt, nie gern gesehen. Polizei und Justiz führen diese Einstellung konsequent aus. Dagegen sollte solidarisch aufgetreten werden. Watch out for actions.

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