Frauenpolitik á la Marek – Der Lack ist ab!

Ein „Wien Heute“ Interview mit ÖVP-Spitzenkandidatin für die Landtags- und Gemeinderatswahlen in Wien, Christine Marek, wird heute im ORF ausgestrahlt. Im Zuge des Interviews wird Marek einen Ausblick auf die Frauenpolitik der ÖVP-Wien geben, oder besser gesagt einen Rückblick in die ewigen Versuche der Konservativen Frauenrechte zu relativieren und einzuschränken.

Der Lack ist ab! Die Doppelstrategie der ÖVP, sich als eine „moderne Stadtpartei“ mit moderaten wertkonservativen Haltungen zu präsentieren, ist jetzt schon gescheitert. Übrig bleibt der zweite Teil der Strategie: Eine stockkonservative, provinzielle Haltung mit xenophoben Antlitz. Wie orf.at berichtet, kritisiert Marek im Interview mit „Wien Heute“ den Empfang zu Ehren des 30. Geburtstages des Ambulatoriums am Fleischmarkt mit den Worten: „Zu sagen: Ich feiere eine Cocktailparty, weil eine Abtreibungsklinik 30. Geburtstag hat, das ist so was von daneben. Das würde es sicher [Anmk.: mit mir/mit der ÖVP] nicht geben.“

Damit begibt sich Marek in die Gesellschaft von radikalen AbtreibungsgegnerInnen, wie jene von „Youth for life“ oder „Human life international“, die mit wüstesten Beschimpfungen und Verunglimpfungen auf das Fest zu Ehren des Ambulatoriums reagiert haben. Selbige AbtreibungsgegnerInnen sind es, die immer wieder Frauen vor Kliniken, die Schwangerschaftsabbrüche durchführen, bedrohen und stalken. Augenscheinlich ist Marek nicht daran gelegen, die Situation von Frauen, diesbezüglich zu verbessern, sondern einen Kampf weiterzuführen, den die ÖVP seit mehr als 30 Jahren führt: Den Kampf gegen die Fristenlösung und damit gegen ein elementaren Frauenrecht auf Schwangerschaftsabbruch.

ÖVP Landeshaupleute beweisen in mehreren Bundesländern, dass sie zu verhindern wissen, dass Schwangerschaftsabbrüche in den jeweiligen Bundesländern ermöglicht werden. Immer noch müssen Frauen z. B. aus Vorarlberg und Tirol nach Salzburg fahren um Zugang zu einer Einrichtung zu bekommen, die Schwangerschaftsabbrüche durchführt. Marek apelliert augenscheinlich an die selben, überkommenen Wertevorstellungen und plädiert damit implizit für eine Einschränkung von Frauenrechten. Frau Marek: SIE sind „sowas von daneben!“

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