Bilder mit Todesfolge

„Wir sollten nicht den Fehler machen zu glauben, dass es ohne diese Bilder gehen wird“, hat Sebastian Kurz über die Schande Europas in Idomeni gesagt. Die österreichische Bundesregierung hat nicht versucht zu verschleiern, dass die Situation an der griechisch-mazedonischen Grenze bewusst herbeigeführt wurde. Im Gegenteil sie hat sich damit gerühmt diese Situation erwirkt zu haben.
Die Bundesregierung hat aus den Entwicklungen der vergangenen Jahre nichts gelernt. Weder die Toten des Mittelmeers, noch die Toten von Parndorf hat die Bundesregierung zum Anlass genommen eine Politik zu verfolgen, die zu verhindern versucht, dass Menschen auf der Flucht nach Europa sterben.
Die Bilder, ohne die es laut dem österreichischen Außenminister nicht geht – der bewusst herbeigeführte humanitäre Notstand an der griechisch-mazedonischen Grenze – haben nun die ersten Todesopfer zur Folge.
Jene PolitikerInnen, die die Balkanroute – wie sie sagen – geschlossen haben nehmen bewusst in Kauf, dass Schutzsuchende gefährlichere Wege gehen und ihr Leben riskieren.
Der Bundeskanzler, der Außenminister, die Innenministerin sind führend daran beteiligt, dass die Situation an der griechisch-mazedonischen Grenze so ist wie sie ist. Wenn die ÖVP unter kräftiger Mithilfe der Kronen Zeitung nun beginnt AktivistInnen und Hilfsorganisationen für die Ereignisse in Idomeni verantwortlich zu machen, dann ist das nichts als ein Ablenkungsmanöver von der eigenen Verantwortung.
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